Photos: LEFT Hiroshi Ohnuma, RIGHT Ebru Yildiz
Contrary, defiant, disobedient. Bill Laswell likes resistance, but that doesn’t mean he defines his music based on what he is against. Given his openness to an immense variety of influences (and a good portion of stubbornness), he played a constructive role in the electrifying chaos of the New York scene at the end of the 70s and beginning of the 80s. Laswell developed his main tenet then, and it continues to guide him today: nothing is right; everything is allowed. His ‘collision music’ philosophy relies on creative short circuits. He has produced albums for Iggy Pop and Yoko Ono, worked together with Herbie Hancock and Peter Brötzmann, with William S. Burroughs and with drum and bass DJs. For the first time ever, Method of Defiance, Laswell’s latest collision ensemble together with a group of comrades-in-arms, will be performing together with Laurie Anderson in Berlin. Method of Defiance - A futuristic hybrid of music exploration - dub, drum'n'bass, reggae, experimental, ambient, mutant hip hop.

1st August at Radialsystem V, in double-bill with Maja S.K.Ratkje from Norway.

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LAURIE ANDERSON (US) — vocals, violin
BILL LASWELL (US) — electric bass
DR. ISREAL (US) — vocals
GRAHAM HAYNES (US) — cornet
DJ LOGIC (US) — turntables
GUY LICATA (US) — drums


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BILL LASWELL'S METHOD OF DEFIANCE – Kollision & Kurzschluss

Renitenz, Trotz, Ungehorsam. Bill Laswell mag Widerständiges, definiert seine Musik deswegen aber nicht ex negativo. Im elektrisierenden Durcheinander der New Yorker Szene Ende der Siebziger-, Anfang der Achtzigerjahre besetzte er mit seiner Offenheit für diverseste Einflüsse (und einer gewissen Dickköpfigkeit) eine der konstruktivsten Positionen. Laswells damals entwickelter Grundsatz gilt heute noch: Nichts ist richtig, alles ist erlaubt. Seine Philosophie einer „collision music“ setzt auf kreative Kurzschlüsse. Er produzierte Platten für Iggy Pop und Yoko Ono, arbeitete mit Herbie Hancock und Peter Brötzmann, mit William S. Burroughs genauso wie mit Drum'n'Bass-DJs. Method Of Defiance, Laswells aktuelles Kollisions-Ensemble mit einer Reihe weiterer Mitstreiter, ist in Berlin erstmals beim Funkenschlagen mit Laurie Anderson zu erleben.
LAURIE ANDERSON – Kippbilder aus Klang

„Wir ertrinken in Geschichten“, sagt Laurie Anderson. Ihre eigene Geschichte: Sie will Physikerin werden, landet aber auf der Kunsthochschule, schreibt ihre erste Sinfonie für Autohupen, spielt dann lieber elektrische Geige und produziert elektronische Musik, macht Filme und sammelt Geschichten über das Weltall, den (Super-)Menschen, Schoßhunde, Sicherheitspolitik und alles, was man sich im Spannungsfeld von Ratio und Emotion so vorstellen kann. Minimale Akzentverschiebungen reichen der New Yorker Künstlerin, und schon kippen ihre Spoken-Word- und Musikstücke von schlichtem Realismus in einen grenzenlosen Imaginationsraum, in den man sich nur zu gerne stoßen lässt. Es hat etwas Faszinierendes: das Ertrinken in den Geschichten von Laurie Anderson. Lasst uns eintauchen!